Grauspitz

Mit 2.599m ist der Vorder Grauspitz der höchste Berg Liechtensteins.

Mit dem Flixbus geht es von Berlin, mit Umstieg in München, nach Chur in der Schweiz. Von Chur nehme ich die Bahn nach Landquart, wo ich morgens 5:30 ankomme. Eine halbe Stunde laufe ich nach Malans, wo der Aufstieg beginnt.

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11:30Uhr erreiche ich das erste Zwischenziel auf 1800m, die Bergstation der Älplibahn, die im Winter leider nicht verkehrt.

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Es geht weiter über einen 2000m hohen Pass, danach nochmal runter auf 1800m und wieder rauf auf 1900m durch den Sunnespitztunnel. Um 15:30 erreiche ich mit den letzten Sonnenstrahlen die Alp Ijes.

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Direkt hinter dem Tunnelausgang entdecke ich noch ein schneefreies Plätzchen, wo ich mein Zelt aufschlage. Ich koch mir eine Nudelsuppe und kuschel mich dann in meinen Daunenschlafsack.

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Am nächsten Morgen geh ich, nachdem ich am Ijesbach noch mein Wasser auffülle, um 8:00 los. Zum Glück ist der Bach noch nicht komplett zugefroren.

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Durch immer tiefer werdenden Schnee geht es aufwärts. Irgendwann schnall ich die Steigeisen an und nehm den Eispickel zur Hilfe.

Kurz unter dem Sattel zwischen Hinter- und Vorder Grauspitz, den ich 11:30 erreiche, liegt der Schnee sehr hoch und ich versinke bis zur Hüfte, was das Vorwärtskommen sehr mühsam macht.

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Auf dem sehr schmalen Grat erwartet mich eine, zumindest bei den winterlichen Verhältnissen, heikle Kletterstelle. Es gibt keine ordentlichen Griffe, bzw. sind diese von Schnee verdeckt. Umgehen ist auch nicht möglich, da es links und rechts zu steil runter geht. Mit etwas Mühe und Angstschweiß überwinde ich aber den Huckel.

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Um 12:30 stehe ich dann glücklich auf dem Vorgipfel des Grauspitz, den eine kleine Steinpyramide ziert.

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Der Hauptgipfel liegt unter einer dicken Schicht lockeren Schnees. Ich versuche die ersten Schritte, finde aber keinen ordentlichen Halt und ich befürchte, eine Lawine lostreten zu können. Letztlich ist mir das Risiko zu groß und ich begnüge mich mit dem Vorgipfel.

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13:00Uhr mache ich mich an den Abstieg. Ich spare mir den Weg über die heikle Stelle auf dem Grat und gehe kurz unter dem Vorgipfel ziemlich direkt durch den Tiefschnee runter. Hätte ich jetzt nur ein Board dabei …

Um 15:00Uhr bin ich zurück auf der Alp Ijes. Ich entdecke, dass eine der Hütten offen ist und sogar mit Ofen und Feuerholz ausgestattet ist. Da es zu spät für den Weg ins Tal ist, beschließe ich mein Zelt abzubauen und die Nacht in der Hütte zu verbringen.

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Am nächsten Tag geht es auf der gleichen Route zurück ins Rheintal nach Malans, mit der Bahn nach Chur und mit dem Bus nach Berlin.

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Höchster Berg von Liechtenstein | 3 Kommentare